Getrocknete Kaffeekirsche der Abakundakawa Kooperative, Gakenke, Ruanda. Aufgegossen schmeckt sie wie ein Früchtetee mit Koffein: getrocknete Aprikose, Hibiskus, Mandarine, ein Hauch Mate.


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Getrocknete Kaffeekirsche der Abakundakawa Kooperative, Gakenke, Ruanda. Aufgegossen schmeckt sie wie ein Früchtetee mit Koffein: getrocknete Aprikose, Hibiskus, Mandarine, ein Hauch Mate.

Herkunft
Ruanda
Landwirt
Cooperative Abakundakawa (founded in 1999)
Variation
  • Bourbon
Caffeine-content
Low caffeine
Dietary-preferences
Organic
Tea-input-type
Loose
Tea-variety
Other
Gewicht:

Was ist Cascara?

Cascara ist das getrocknete Fruchtfleisch der Kaffeekirsche. Bei jeder Ernte fällt es an, meistens landet es als Dünger wieder auf dem Feld. Dabei steckt in der Frucht, die unsere Bohnen elf Monate lang umhüllt und ernährt, ein eigenes Getränk: hell, fruchtig, süß, mit einer feinen herben Kante und natürlichem Koffein.

Unsere Cascara stammt von der Abakundakawa Kooperative im Distrikt Gakenke, Ruanda, angebaut auf 1760 Metern in vulkanischem Boden. Abakundakawa heißt übersetzt "die, die Kaffee lieben". Die Kooperative besteht seit 1999 und arbeitet bio-zertifiziert. Für die Farmerinnen und Farmer ist die Kirsche eine zweite Einnahmequelle aus derselben Ernte, aus der auch unsere Kaffees kommen.

Wie schmeckt Cascara?

Im Cupping bei uns in Stuttgart: viel getrocknete Aprikose, dann Hibiskus und Mandarine, im Abgang erinnert sie an Mate. Süßer und saftiger als die meisten Früchtetees, die du kennst, weil hier nichts aromatisiert ist. Der Geschmack kommt komplett aus der Frucht.

Schmeckt jeder Cascara gleich?

Kurz gesagt: Auf keinen Fall. Ähnlich wie bei Spezialitätenkaffeebohnen variiert das Geschmacksprofil von Cascara je nach Herkunft, Terroir, Kaffeesorte und Verarbeitungsqualität. Lange Zeit haben wir handelsüblichen Cascara bezogen. Doch als wir eine Probe von einer ausgewählten Plantage in Ruanda erhielten, hatten wir einen echten Aha-Moment. Im direkten Vergleich war der Unterschied unbestreitbar:

  • Standard-Cascara: Es fehlte an aromatischer Intensität und Tiefe am Gaumen.
  • Die Probe aus Ruanda: Unglaublich intensiv, fruchtbetont und strukturell komplex.

Als wir beide Proben nebeneinander hielten und verkosteten, war sofort klar, dass wir unseren neuen Maßstab gefunden hatten.

Wie bereite ich Cascara zu?

Heiß als Tee: 5 g Cascara auf 250 ml Wasser, 95 °C, 4 Minuten ziehen lassen, abseihen. Eine längere Ziehzeit macht den Aufguss intensiver und herber.

Kalt als Cold Brew: 20 g Cascara auf 1 Liter kaltes Wasser, 8 bis 12 Stunden im Kühlschrank ziehen lassen, abseihen und auf Eis servieren. Unser Sommerfavorit: im Verhältnis 1:1 mit Tonic Water gemischt und mit einer Zitronenscheibe.

Man kann Cascara auch mit Wasser und Zucker einkochen, um daraus Sirup herzustellen. Wenn du neugierig geworden bist, besuche uns doch in unseren Cafés. Hier servieren wir dir Cascara als Sirup in Getränken oder als Tee.

Gut zu wissen

Enthält Cascara Koffein?

Cascara enthält Koffein. Der Koffeingehalt pro Tasse ist deutlich geringer als bei Filterkaffee. Je nach Dosierung und Ziehzeit enthält eine Tasse etwa ein Viertel bis ein Drittel der Menge, die in einer Tasse Filterkaffee enthalten ist. Cascara ist daher für Kinder, Schwangere und stillende Mütter nur bedingt geeignet.

Wie lange ist Cascara haltbar?

Mindestens ein Jahr, wenn es in einem trockenen, dunklen und luftdichten Behälter aufbewahrt wird. Es verhält sich wie loser Tee.

Kann ich Cascara mehrmals aufgießen?

Ja. Der zweite Aufguss ist milder und etwas herber. Wir trinken ihn gerne am nächsten Tag kalt.

Ist Cascara in der EU zugelassen?

Ja, Cascara ist seit Februar 2022 in der EU als Lebensmittel zugelassen. Die Geschichte dahinter ist eigentlich ziemlich kurios – wir werden sie in unserem Blog erzählen.